Unsere Sommertour 2021 durch die Bretagne mit dem Combi-Camp-Valley-Faltcaravan.  Eine Reise mit tollen Eindrücken aus einer wunderschönen Region.

Reisen macht glücklich

Endlich wieder reisen: Nach all den Entbehrungen war es ein zuckersüßes Gefühl wieder unterwegs sein zu können. Uns führte es in diesem Jahr in die Bretagne. Die keltischen Wurzeln der Bretonen und die schroffe Landschaft versprachen ein für uns abwechslungsreiches Urlaubsziel zu sein.

Die Bretagne ist wunderschön

Wir sollten nicht enttäuscht werden, denn die Bretagne begeisterte uns durch eine herrliche Landschaft aus grünem Hinterland und zerklüfteten Küstenabschnitten, die immer wieder in weite Sandstrände wechselten. Zu dieser Landschaft gesellten sich Orte, deren Häuser aus Naturstein gebaut und mit farbenfrohen Blumen geschmückt waren.
Wir fühlten uns in dieser Umgebung unweigerlich an Irland, Wales oder den Cornwall erinnert.

Weite Anfahrt

Vom Ruhrgebiet bis in die Bretagne sind es gut 1200 Kilometer, die Gegend ist also nicht gerade um die Ecke. Doch zum einen unterbrachen wir die Anreise in Noefchatel en Bray und zum anderen waren wir in diesem Jahr mit dem Faltcaravan Combi-Camp-Valley unterwegs, der uns ein deutlich höheres Reisetempo ermöglichte. So gerüstet war die Anfahrt zwar noch immer recht weit, unter diesen Umständen jedoch entspannt zu bewältigen. In einem gesonderten Beitrag berichte ich über Erfahrungen mit dem Zeltanhänger aus Dänemark.

 

Unsere Tour durch die Bretagne liest sich wie folgt:

Neufchatel en Bray/Seine Maritime-Normandie
Quiberon/Halbinsel in der Südbretagne
Plouhinec/Westbretagne
Lambézen/Crozon Halbinsel-Westbretagne\
Trélévern/Südwestbretagne
Menehem sur Plage/Nordwestbretagne
Cherrueix/Nordostbretagne
St. Arnoult/Ostküste Normandie
Quiberville/Westküste Normandie-Seine Maritime

Bretagne_2021_Strand_Lescoff

Stück für Stück die Küste entlang

Von der Halbinsel Quiberon aus tingelten wir, meist an der Küste entlang, Stück für Stück durch die Bretagne. Die Halbinsel Quiberon gefiel uns eher nicht, denn zum Zeitpunkt unseres Besuches war das gesamte Gebiet sehr gut besucht und entsprechend hektisch ging es dort auf kleinem Raum zu. Dank des großen Sandstrands und den schroffen Küstenabschnitten kann die Halbinsel für den einen oder anderen, dennoch ein attraktives Ziel darstellen.

 

Rauhe Landschaft im Westen der Bretagne

Gut gefallen dagegen hat uns der Westen der Bretagne, den wir mit den kleinen Fischerorten, den schroffen Küstenabschnitten und den tollen Buchten, in unser Herz schlossen. Das Landesinnere zeigte sich dabei in einer hügeligen Landschaft in grün, die zudem mit vielen hübschen Dörfern gesäumt war. Im Abendlicht bewunderten wir die Pracht der Farben von blühender Heide und den Resten gelben Ginsters, welche das Landschaftsbild der Küste prägten.

Bretagne, Point du Van

Irrwitzige Felsformationen im Norden der Bretagne

Der nördliche Küstenabschnitt der Bretagne erfreute uns mit irrwitzigen Felsformationen, die weit verteilt am Strand und im Hinterland standen. Der von weitem vielversprechende Sandstrand entpuppte sich bei näherer Betrachtung jedoch als wunderbares Peeling für die Füße.

Cote de Granit rose

Weiter östlich in der Bretagne, an der “Cote de Granit rose”, wurde diese Felsenlandschaft in meist rotem Gestein weitergeführt. Bei Trélévern erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang an eben solcher Küste, in der sich das rötliche Gestein fast nur noch als Silhouette im Abendlicht abbildete.

Nordküste in der Bretagne

Massenauflauf am Point du Grouin

Kurz hinter St. Malo, am Point du Grouin, hätte sich unter anderen Umständen, als denen die wir dort vorfanden, noch ein schöner Anlaufpunkt ergeben, doch die aufgebotene Menschenmasse hielt uns von einem Verbleiben ab.

St. Michael

St. Michael kannten wir bereits aus einer früheren Reise, daher ließen wir es bei einem Foto aus der Ferne beruhen und entschieden uns lediglich für einen kurzen Stopp zur Übernachtung. Kurze Stopps, beziehungsweise das Verbleiben für eine Nacht, bildete ohnehin die Grundlage dieser Reise, auf der es galt, die Bretagne erst einmal kennenzulernen.

Bretagne_2021_St._Michael

Viele Camper bleiben nur für eine Nacht

Dieses Reiseverhalten schienen wir mit vielen anderen Reisenden, vornehmlich Wohnmobilisten, zu teilen, denn viele Stellplätze um uns herum wurden ebenfalls nur für eine Nacht besetzt. Immerhin fand manch Wohnmobilist noch den Weg zu einem Campingplatz, andere blieben, geduldet oder nicht, über Nacht an den Hotspots (Aussichtspunkten) stehen. Und so trafen wir immer mal wieder auf bereits zuvor gesichtete Fahrzeuge, deren Führer, ganz im Sinne von “peace, love and om”, Yoga im Sonnenuntergang zelebrierten.

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Musiktipp

“Da wo ich wohne ist es kalt, manchmal wirklich viel zu kalt…”

Antoine Villoutreix, Album “ParisBerlin”. Reinhören auf qobuz.

Bretagne_2021_Cap_Raz

Zurück über die Normandie

Den Rückweg teilten wir uns in zwei Etappen durch die Normandie auf und durchfuhren bei dieser Gelegenheit den westlichen Teil dieser Region. Während sich die Fahrt zwischen Granville und Omaha Beach als eher langweilig herausstellte, entzückte uns das Teilstück zwischen Avranches nach Granville mit schönen Orten in herrlicher geschwungener Landschaft. Ganz nebenbei gab es die Gelegenheit, St. Michael von einem hohem Aussichtspunkt in der Ferne zu betrachten.

Vorletzter Stopp in Saint Arnoult

Nach einem Besuch der Gedenkstätte am Omaha Beach steuerten wir, kurz vor der berühmten Küstenstadt Honfleur, den vorletzten Campingplatz unserer Reise an. Fünf Sterne bot uns dieser, auch wenn wir auf zwei davon hätten verzichten können. Denn diese Sterne wurde anscheinend für Animation bis tief in die Nacht und ein überfülltes Schwimmbad vergeben. Auch Honfleur kennen wir bereits aus einer früheren Reise, daher beließen wir es auch bei diesem Ort mit einer Durchfahrt.

Küstenzaun in der Bretagne

Seine Maritime

Einen letzten Stopp legten wir in Quiberville, einem Ort an der Küste der Seine Maritime, ein. Quiberville ist ein eher unscheinbarer Ort, dessen Hauptattraktion ein kleiner Fischmarkt und ein großer Steinstrand ist, der von einer hohen Betonmauer zum Hinterland getrennt ist. Wir mögen diesen Charme und blieben gern dort.

Ende der Reise

Insgesamt erlebten wir eine schöne Reise durch die Bretagne, auf der sich das Wetter als besser herausstellte, als es oft vorausgesagt wird. An einigen Stellen waren uns zu viele Menschen auf kleinem Raum, etwas von diesen entfernt war es häufig ruhiger. Mit ein paar Vokabeln Französisch und ansonsten Englisch, schlägt man sich auch in diesem Teil Frankreichs ganz gut durch. Nur beim Tanken, wenn der Diesel plötzlich Gazole heißt, zucke ich immer mal wieder zusammen. Aber das wird sich sicherlich in Zukunft ändern, nämlich dann, wenn der Kraftstoff für alle Ampére heißt.

Genauere Informationen zu dieser Reise, mit vielen weiteren Bildern und Daten zu den Übernachtungsplätzen, möchte ich zum Download als PDF zur Verfügung stellen.