Unsere Erfahrungen mit dem Pedelec

Seit etwa einem Jahr haben wir zwei Pedelecs im Gebrauch, die von ihrer Konzeption so gewählt wurden, dass sie sowohl im Alltag, als auch auf einer Reise bestehen könnten. Aber tun sie das auch?


 

Ja, und zwar viel besser, als wir es erwarteten. Und um gleich mit dem Vorurteil aufzuräumen: Nein, wir sind nicht zu alt, wir sind nicht bewegungseingeschränkt und haben auch sonst keine Einschränkungen, die uns zu einer Fahrhilfe nötigen. Die Wahl fiel unabhängig von unserer Fitness, sondern ist eher im Zusammenhang mit der Verkehrssituation in unserer Stadt zu sehen.

Einsatz der Räder vom Frühjahr bis zum
Spätherbst im nahen Umfeld

Mit dem Pedelect einkaufen ist kein Problem, wenn große Packtaschen vorhanden sind

Unsere Pedelecs werden hauptsächlich für die täglichen Fahrten im nahen Umfeld eingesetzt, zum Beispiel für die Fahrt ins Büro oder als Lastentransporter nach dem Einkauf. Der Radius für die einfache Fahrt liegt bei 10km; diese Entfernung ist noch praktikabel und unter vielen Umständen zumutbar. Denn auch das Fahren mit dem Pedelec ist nicht frei von Eigenleistung und je nach Größe der Anstiege und des gewählten Tempos, wird es einem schon recht warm auf dem Rad.
Die Vorteile der motorischen Unterstützung sind vor allem in bergigen Regionen zu spüren, aber auch in Gegenden mit starkem Wind oder bei der Beförderung von Gepäck.

Gebrauch des PKW reduziert

Wir konnten den Gebrauch des PKW auf weite Strecken reduzieren und sind darüber alles andere als unglücklich. Während viele Pendler für einen Weg von 10km häufig lange im Stau stehen, können wir mit den Pedelecs freie Radwege und ehemalige Bahntrassen nutzen.
Abgesehen davon, dass das der Umwelt sicherlich nicht schadet, schonen wir darüber hinaus sowohl unseren PKW, als auch unseren Geldbeutel. Natürlich war die Anschaffung der Räder nicht für einen Appel und ein Ei zu haben, aber mit der Zeit wird sich diese Entscheidung rechnen.
Wir fahren die Räder von Frühling bis Herbst, im Winter benutzten wir den PKW und die öffentlichen Verkehrsmittel.Ausflüge mit den Pedelecs bereiteen uns ebenso viel Freude, denn unsere Touren können auch schon mal 100km lang werden, welche mit Unterstützung etwas gelassener zu fahren sind.
Darüber hinaus zieht ein Pedelec auch einen Anhänger zum Transport eines Kindes, Hundes oder von Gepäck locker.

Auf Tour in den Niederlanden

Reichweite

Mit dem 500Wh Akku schaffen unsere Fahrräder bei Fahrstufe 2 von insgesamt dreien im Mittelgebirge etwa 80km. Mit geringerer Unterstützung sind auch 120-130km möglich; lange Touren sind daher kein Problem. In der Regel müssen unsere Akkus jeden dritten Tag geladen werden, bei kühlen Temperaturen lagern wir diese im Keller. Denn sowohl sehr warmes Wetter, als auch sehr kühle Temperaturen, können die Reichweite verringern. Wir haben jedoch keinen negativen Einfluss von hohen Temperaturen feststellen können, bei kühlen Bedingungen aber sehr wohl.
Unsere Pedelecs sind also eine große Bereicherung im Alltag und bieten uns unkomplizierte und stressfreie Mobilität im Nahbereich. Sie ersetzen nicht den PKW, aber der Konsens der Verkehrsmittel scheint bisher eine gute Lösung zu sein.

Der Transport ist ein Problem

Der Dachgepräckträger trägt pro Schiene max. 21kg

Im Urlaub sind Pedelecs nett, aber für uns nicht unbedingt erforderlich. Der Transport der schweren Räder ist ein großes Problem, wenn der Wohni am Haken hängt. Wir haben keine andere Möglichkeit, als die Räder ohne Akku auf dem Dachgepäckträger des Yetis zu transportieren. Das Dach des Yetis ist ca. 170cm hoch und die Räder wiegen ohne Akku 21kg. Beides zusammen ist dann schon eine echte Hürde, die aber durchaus zu überwinden ist.

Tipps zum Kauf

(Die Tipps wurden mit der Hilfe eines Fahrradmechanikers erstellt)

Wer billig kauft, kauft zweimal! Auch wenn das Rad einen anständigen Eindruck macht, der Preisunterschied zum besseren Rad liegt meistens im Detail. Höherer Verschleiß, gebrochene Rahmen und geringe Akkukapazitäten können die Folge sein. Gute Räder gibt es nicht zum Schnäppchenpreis, dennoch sind Schnäppchen nicht ausgeschlossen. Gerade Vorjahresmodelle werden oft mit erheblichen Rabatten verkauft, schlechte Räder sind es deshalb nicht.

Kaufen Sie im Fachhandel, denn sollte es Ärger mit dem Rad geben, haben Sie einen Ansprechpartner. Wir haben zwei Räder von der e-bikemanufaktur mit Brose Motoren. Eines läuft problemlos, das andere Rad mußte mehrfach nachgebessert werden. Unser Händler tauscht nun das “Problemrad” aus und überlässt uns zu einem kleinen Aufpreis ein neues Rad eines anderen Herstellers. Danke an dieser Stelle für diesen tollen Service.