Mal kurz auf Usedom

Usedom

Spontan und unabhängig, das sind die Vorteile einer mobilen Behausung. Und weil es sich anbot, haben wir spontan entschieden, eine Insel weiter zu ziehen. Wenn man schon mal hier oben ist, warum nicht?

Mit Karlshagen fanden wir einen Ort auf Usedom, auf dem auch ein Campingplatz geöffnet hatte. Mit einem Anruf beim Campingplatz Dünencamp meldeten wir unser Kommen an.

Die 120km von der Spitze Rügens bis in den Norden der Insel Usedom dauerten länger als gedacht, aber wir erreichten die Rezeption noch kurz vor Toreschluss.

Landschaft in Mecklenburg Vorpommern
Die Landschaft in Mecklenburg -Vorpommern ist auch in der kargen Winterzeit schön

Überraschung: Auf dem Campingplatz war trotz Winterzeit richtig was los und wir hatten Glück einen Stellplatz zu bekommen. Ungläubig schaute uns die Dame an der Rezeption an, als wir ihr eröffneten, am 31.12 wieder abzureisen. “Sind Sie mit dem Abreisedatum sicher?” “Ja ja, ganz sicher”.
Ok. Wir nahmen die Stellar noch an der Einfahrt vom Haken, damit der Platzwart mit einem Trecker (einen John Deer in dunkelgrün :-) den Wohni auf den Stellplatz ziehen konnte.

Krass, was ist denn hier los? Mitten im Wald auf sandigem Boden stehen zwischen den Bäumen Wohnwagen an Wohnwagen und auch Wohnmobile herum. Eng ist es. Uns wird ein Platz vor einem Festcamper zugeteilt, der den Stromkasten in sein Vorzelt integriert und mit Planzen geschmückt hat!?!
Super nett sind die Leute auf dem Platz, daher ist die Enge für uns ok.

Strand zu Heringsdorf
In Heringsdorf war viel Betrieb

Heringsdorf, Tannewitz, Ahlbeck, Polen und Peenemünde

Für den nächsten Tag hatten wir uns ein sportliches Programm zurecht gelegt, denn wir wollten unbedingt einige Seebäder auf Usedom sehen.

Heringsdorf zum Beispiel. Leider ist es nicht ganz einfach dort hinzukommen, denn der Verkehr staute sich auf der einzigen Straße entlang der Insel sogar in der Winterzeit soweit zurück, dass wir erhebliche Wartezeiten hinnehmen mussten. Ich möchte mir nicht vorstellen, was auf Usedom im Sommer abgeht.

Am Bahnhof fanden wir einen Parkplatz und wir starten einen Bummel entlang der Promenade und der Seebrücke. Der Ort ist nett, ähnelt aber anderen Orten an der Ostsee und hat für uns, von der Seebrücke abgesehen, keine besonderen Merkmale.

Seebrücke Heringsdorf
Auf der Seebrücke in Heringsdorf kann gegessen und eingekauft werden.

Am Abend davor besuchten wir den Ort Tannewitz, der nur unweit des von uns gewählten Campingplatzes entfernt liegt. Dieser Ort machte auf uns einen belebten Eindruck, der mit Ständen an der Promenade und zum Eingang zur Seebrücke die Massen anzog.
Dennoch, wer die Seebäderarchitektur der Jahrhundertwende mag, wird in diesen Ort auf seine Kosten kommen.

Das Seebad Ahlbeck, das zu den ältesten in Deutschland gehört, schließt nahtlos an das Seebad Heringsdorf an. Ahlbeck scheint weniger vom Tourismus abzubekommen; es erschien uns weniger “aufgehübscht” als Heringsdorf. Das machte uns nichts, wir mochten Ahlbeck und die alte Seebrücke aus Holz ist wunderschön.

Seebrücke_Ahlbeck
Die alte Seebrücke von Ahlbeck ist ein Prachtstück.

Wir nutzten die unmittelbare Nähe zu Polen für eine Stippvisite. Ohne Grenzkontrolle bemerkten wir die Überfahrt zunächst nicht, am Ortseingang von Svenemünde machten jedoch die vielen Marktstände am Straßenrand auf den Länderwechsel aufmerksam. Wir verzichteten auf das Angebot und machten eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Auto, um anschließend wieder das Land zu verlassen. Zugegeben, der Besuch war viel zu kurz, aber angesichts unserer knappen Zeitplanung für Usedom, war längeres Verweilen nicht möglich.

Grenze Polen/Deutschland
Keine Grenzkontrollen mehr zwischen Polen und Deutschland.

Den langen Tag auf Usedom wollten wir mit einem Besuch des Museums in Peenemünde abschließen, leider schließt das Museum im Winter bereits um 16:00 Uhr und wir erreichten den Ort um genau 16:00 Uhr. Schade, aber ich tröste mich mit Paulchen Panther, dem solch Pech auch oft widerfuhr. Eine Rakete konnten wir noch von außen erspähen, ansonsten sind nur einige Gebäudeteile zu sehen.

Unserem Besuch auf Usedom haben wir mit dem erreichen Peenemündes abgeschlossen; wir bereiteten daher unsere Abreise für den nächsten Tag in Richtung Westen vor.

Ach ja: Gekocht haben wir an diesem Tag nicht mehr, denn in Heringsdorf aßen wir zu Mittag. Fisch, was sonst!

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