Rügen zwischen den Jahren

Königsstuhl und Kap Arkona

Rügen besuchten wir 1994 zum ersten Mal, damals war es touristisch kaum erschlossen und viele der imposanten Häuser noch im verfallenen Zustand.
Wir wollten immer mal wieder hierherkommen, aber in der Hauptsaison ist uns die Insel zu sehr frequentiert.

Jetzt im Winter ist es deutlich ruhiger auf Rügen und wir können ohne die Massen von Besuchern die Schönheiten der Insel erkunden. Und an Schönheiten hat Rügen einiges zu bieten.

Herrliche Fassaden wieder auferstandener Häuser zum Beispiel. Oder Buchenwälder, die abrupt an steilen Hängen enden. Und nicht zu letzt die großen Findlinge an der Küste. Keine Frage, Rügens Landschaft ist großartig.

Ganz im Norden der Insel Rügen liegen gleich zwei Attraktionen nicht weit voneinander entfernt: Die Steilküste am Königsstuhl und das Kap Arkona mit dem Leuchtturm und dem Fischerdorf Vitt.

Königsstuhl
Blick auf den Königsstuhl

Den Königsstuhl erreicht man entweder zu Fuß oder mit einem kostenpflichtigen Shuttlebus. Wir entschieden uns zu laufen; die drei Kilometer Wegstrecke durch einen Wald erschien uns durchaus machbar.
Im Winter ist der Gang durch den Buchenwald leider nicht sonderlich attraktiv, um nicht zu sagen öde.
Der Ausblick am Königsstuhl war zu den gegebenen Wetterbedingungen ebenfalls wenig spektakulär; ich hatte ihn auch anders in Erinnerung.

Dennoch ist es nett dort und wer diese Küste nicht kennt, wird sicher nicht enttäuscht sein. Im Frühjahr oder Herbst stelle ich mir den Buchenwald um ein Vielfaches schöner vor, daher lohnt es sich sicherlich wiederzukommen.

Das Kap Arkona

Küste am Kap Arkona
Die Küste am Kap Arkona ist auch im Winter wunderschön

Um an die Küstenspitze mit klangvollem Namen “Kap Arkona” zu gelangen, müssen Besucher, die mit einem Auto anreisen, das Fahrzeug auf einem Sammelparkplatz vor dem Ort Putbus abstellen und den restlichen Weg zu Fuß absolvieren. Wer schlecht zu Fuß ist, für den bietet sich die Bimmelbahn an, die zwischen dem Leuchtturm und dem Parkplatz pendelt.

Auch hier entschieden wir uns zu laufen und stießen dabei auf einen Wanderweg, der abseits der üblichen Route verläuft.
Die Entscheidung für diesen Weg war richtig, denn wir genossen einen schönen Weg mit tollen Aussichten ohne die Scharr anderer Besucher.

Vom Leuchtturm ist ein Rundweg über Vitt wieder nach Putbus ausgeschildert, der zum großen Teil an einer Steilküste entlang verläuft. Wir folgten der Beschilderung und wurden mit tollen Ausblicken belohnt.
Einen Abstecher zum Strand ließen wir uns ebenfalls nicht nehmen, auch wenn der Aufstieg, über die steile Treppe wieder auf den Weg zurück, kein Zuckerschlecken war.

Den Fischerort Vitt konnten wir uns leider nicht mehr ansehen, denn es war bereits vier Uhr und die Dämmerung brach über uns herein. Schade.

Eine Bemerkung noch zu Putbus und dem Parkplatz: Wer dort hin fährt ist alles, nur nicht allein. Dazu wird jedem Besucher ein großes Angebot an Speisen und Nippes feilgeboten, dem nicht ausgewichen werden kann, weil es strategisch perfekt auf dem Hauptweg positioniert ist. Musik inklusive.

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