Der Elch vor unseren Gespann

Es dämmert  und die Temperaturen sinken

Wir sind auf der E45 im winterlichen Schweden unterwegs, irgendwo zwischen Östersund und Sveg. Es dämmert bereits, die Temperaturen sinken stetig und die Fahrbahn ist von einer Schneedecke überzogen.
Ich hatte eigentlich nicht vor in den Abend hinein zu fahren, denn der Wildwechsel auf den schwedischen Landstraßen ist berüchtigt und am Abend nimmt er meist zu.

Rentiere neben der Fahrbahn

Ich unterhielt mich mit meiner besseren Hälfte und redete davon, wie toll das Erlebnis für mich war, auf die Herde Rentiere zu treffen, die hinter unserem Wohnwagen auf dem Campingplatz in Dorotea herlief.
Plötzlich fuhren die Fahrzeuge vor uns langsam, dann standen sie still. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir eine große Herde Rentiere neben der Straße sahen.
Wir standen nur einen kleinen Augenblick, dann setzte sich die Fahrzeugkolonne wieder in Bewegung. Wir hatten kaum Zeit ein Foto zu schießen und das Eine ist sogar unscharf. Schade.

Wieder einsam

Im weiteren Verlauf unserer Wegstrecke wurde es wieder einsam um uns herum, denn die anderen Fahrzeuge konnten ohne Anhänger schneller fahren als wir. Die Dämmerung war bereits sehr fortgeschritten, als ich zu meiner Frau sagte:” Schade, einen Elch haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen”.

Ein großer Umriss am Waldrand

Keine zwei Minuten später erspähte ich in ca. 300m Entfernung den Umriss eines großen Tieres links neben der Fahrbahn am Waldrand.
Ich fuhr langsamer und sagte:” Ich glaub´, da steht ein Elch.” Ich hatte es noch nicht ganz ausgesprochen und schwups sprang ein riesiger Elch auf die Fahrbahn und rannte in die gleiche Richtung, in der wir unterwegs waren. Langsam fuhren wir dem Elch hinterher, der schien alles zu geben und war mit einem unglaublichen Tempo unterwegs. Wow, ein richtiger Elch und der rennt auch noch vor unserem Gespann. Cool.

Die Kamera nicht zur Hand

Meine Frau zückte das mobile Telefon und versuchte damit zu filmen. Nun, Sie können sich vielleicht vorstellen, wie spitzenmäßig die Qualität des Films wurde, aber immerhin, mit viel Phantasie und guten Willen ist ein rennender Elch in dem Film zu erkennen.

Der Elch bog schließlich rechts in den Wald ab und versteckte sich leider ganz unfotogen hinter ein paar Bäumen.

In Sveg angekommen sahen wir uns den Film mehrfach an und freuten uns über unsere Begegnung. Eigentlich ist es auch egal, ob von dieser Begegnung ein Foto oder Film vorliegt, denn die schönsten Bilder trägt man ohnehin im Herzen, oder?

ah

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