Tour de Fries als Basis

Die „Tour de Fries“ erschien uns als ideale Basis, um den westlichen Teil Ostfrieslands, das Wangerland, mit dem Rad kennen zu lernen. Als Basislager wählten wir den Campingplatz „Friesland Camping“ in Schortens, der genau auf der Route des Radweges liegt.

Dieser Campingplatz liegt am Ortsrand Schortens und schließt an einem Badesee an.  Er verfügt über ein neuwertiges Sanitärgebäude und über Stellplätze mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüssen. Perfekt, denn so konnten wir die Stella direkt an der Wasserversorgung anschließen und brauchten uns im weiteren Verlauf keinen Gedanken über die Ver- und Entsorgung zu machen.

 

Stellplatz

Unser Stellplatz mit Stromanschluß sowie Frisch- und Abwasseranschlüssen für 26,50€ pro Nacht für zwei Personen

Tour eins

Unsere erste Tour unternahmen wir gleich am Tag der Ankunft, sie sollte am Ende 64km lang werden. Im Touristenbüro Schortens, welches direkt am Bahnhof gelegen ist, bekamen wir kostenloses Kartenmatarial ausgehändigt, auf dem die „Tour de Fries“ eingezeichnet ist. Um es vorweg zu nehmen: Die Karte ist nicht besonders hilfreich; am nächsten Tag besorgten wir uns eine gelungene Karte im jeverner Touristenbüro, für die wir 2,95€ zahlen mußten.

 

Nebenstrasse

Nebenstrassen mit wenig Verkehr auf den Routen

Radwege in Ostfriesland sind jetzt auch über Knotenpunkte miteinander verbunden

Dank der eingezeichneten Knotenpunkte (siehe Erklärung dazu im Kasten), konnten wir den Radweg „Tour de Fries“ nach unseren eigenen Vorstellungen kombinieren und schöne Touren zusammenstellen.

 

 

Zurück zur ersten Tour. Sie führte uns von Schortens über Jever nach Hooksiel und über Wilhelmshafen über Accum wieder zurück nach Schortens. Ab Jever war es eine Tour ganz nach unserem Geschmack, mit wenig befahrenen Verkehrswegen bzw. Feldstraßen oder richtigen Radwegen entlang des Jadebusens. Es ist ein Erlebnis, wenn das Meer das Ziel einer Tour ist; wir genossen den Ausblick auf das Meer in Hooksiel bei einem Fischbrötchen mit hausgemachtem Räucherfisch.

 

Wilhelmshafen

Von Hooksiel führt der Radweg nach Wilhelmshafen am Jadebusen entlang

 

In Wilhelmshafen hatten wir uns ein wenig verirrt, leider sind die Radwege nicht immer gut beschildert und im Hafen zu Wilhemshafen, wurden sogar die Knotenpunktschilder 31 und 33 vertauscht! Aber die Friesen scheinen wirklich nette Leute zu sein, denn sie halfen uns oft unaufgefordert weiter, um uns wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

 

Immer wieder Hilfe von Einheimischen

Ein nettes Ehepaar begleite uns mit ihren Fahrrädern sogar bis Accum, weil es ohnehin auf ihrem Weg lag und wir etwas ratlos wirkten. Ein bischen Landeskunde (was ist ein Grod?) gab es gleich dazu und so hatten wir noch einen netten Kontakt obendrein. Wer unterwegs ist erlebt auch was!

Tour zwei

Unsere zweite Tour sollte am Ende auf 78km kommen, die uns bis nach Harlesiel und weiter führte. Von Schortens führte die Tour über Jever, Wiefels, Wegshörne, Hohenkirchen, Carolinensiel, Harlesiel, Schillig, Horumersiel und über Hohenkirchen wieder zurück nach Jever und Schortens.

 

Esel

Etwas später kam der Esel näher, aber dann wäre das Bild nicht so cool “hipstermatic” geworden

Friesland pur

Die Tour ist Friesland pur: Tolle Landschaft, nette Dörfer, freundliche Menschen und viel Wind. Bis Harlesiel hatten wir ständig Gegenwind, der zwischenzeitlich so stark war, dass wir die nächsthöhere Unterstützungsstufe wählen mußten.
Dank eines ortskundigen Wegbeschreibers in Jever, führte ein Teil der Tour über eine ehemalige Bahnstrecke, die am Knotenpunkt 26 in Bussenhausen anfängt und bis Neugarmssiel führt. Die Piste ist zwar nur geschottert, aber dennoch gut befahrbar. Nebenbei führt die alte Bahnlinie, als einzige Bahnlinie überhaupt, über eine Warft, aber wir hatten diese Attraktion irgendwie verpasst. Schade.

 

15km Schafskacke

 

Von Harlesiel führt die Tour bis Schillig 15km entlang des Deiches, dessen Weg hauptsächlich aus Schafskacke besteht und die Produzenten der Hinterlassenschaften zum Teil den Weg versperren. Na gut, immerhin sind so freundlich und pflegen den Deich dafür.
Entspannt erreichten wir den Ort Schillig, der zwar nicht besonders groß ist, aber dafür gut besucht. Schnell zog es uns weiter nach Horumersiel, in dem wir einen leckeren Kaffee und ein großes Stück Apfelkuchen genießen konnten. So gestärkt lief es anschließend locker bis Hohenkirchen, das am Wangermeer gelegen ist. Am Ortseingang befindet sich ein Womostellplatz, auf dem wir auch ein Gespann entdeckten. Wer die Atmosphäre eines Schotterparkplatzes mag, kann sich dort wohl auch mit einem Wohni hinstellen.

Radfahren im Wangerland

Jever
Jever
Jever Brauerei
Jever Brauerei
Carolinensil
Carolinensil
Harlesil
Harlesil
Horumsil
Horumsil
Finden wir auch
Finden wir auch
Auch schön
Auch schön
Kuchen in Horumsil
Kuchen in Horumsil
Chillig in Schillig
Chillig in Schillig
Wetter im Wangerland
Wetter im Wangerland
Am Wangersee
Am Wangersee
Ruhige Straßen für Radfahrer
Ruhige Straßen für Radfahrer

Dieser Trip hat richtig Spaß gemacht

All in all zwei herrliche Touren durch das Wangerland, mit Kontakten zu freundlichen Menschen, schönen Ortsdurchfahrten, herrlichen Landschaften und Meerankünften. Auch das Marketing der Jever-Brauerei hat funktioniert, denn nach dem ich an jeder Ecke das Zeichen des Jever Bieres zu sehen bekam, hatte ich am Ende der Tour Lust auf ein Jever Bier. Blöd nur, dass ausgerechnet in dem Lokal unserer Wahl kein Jever ausgeschenkt wurde.

 


Externe Links

Wangerland Tourismus

Ostfriesland Tourismus

Friesland Tourismus

Tour de Fries Beschreibung bei Friesland Tourismus