Tourkarte

Skandinavien ist groß, Skandinavien ist reich an Naturschätzen und wird von freundlichen Menschen besiedelt. Auf einer Rundreise durch die Länder Norwegen, Schweden und Dänemark konnten wir uns davon selbst überzeugen.

 

Schiffverkehr auf der Ostsee
Kreuzfahrtfeeling für 4 Stunden auf der Fähre nach Schweden

 

Die Anfahrt nach Schweden erfolgte über die Route Grena-Varberg, welche von der Stena Line angeboten wird. Den Weg dorthin teilten wir in zwei Etappen, wir übernachteten daher in Medelby auf dem Campingplatz Mitte. Der Platz liegt direkt an der Grenze zu Dänemark und ist etwa 260km vom Hafen in Grena entfernt. Die Überfahrt ist insbesondere Nachts recht günstig, aber vor allem die Abfahrtzeit um 13.00 Uhr ist ideal für eine entspannte Anfahrt.

 

Ostseeküste bei Varberg
Der campingplatz in Varberg liegt direkt am Meer.

 

Bevor es weiter in Richtung Arvika ging, übernachteten wir in Varberg auf dem etwa drei Kilometer entfernten Campingplatz. Der Campingplatz war gut besucht und bot interessierten Besuchern ein großes Freizeitangebot. Wir zahlten dort umgerechnet 50€ für eine Nacht, der ansonsten nicht unsere Komfortansprüche erfüllte.

 

Bootfahren auf dem See
Camping Ingestrand liegt direkt am See und unweit des Ortes Arvika

 

Das nächste Ziel hieß Arvika, welches wir über eine teils wunderschöne Strecke vorbei am Vänernsee und entlang der N175 erreichten. Auf dem Campingplatz „Ingestrand“ übernachteten wir an einem großen See, der an einem Wald angrenzt. Zu unserer Überraschung wurde auf diesem Platz keine CEE-Steckdose angeboten, einen Adapter erhielten wir jedoch an der Rezeption.

 

Stellplatz am See
Die Stellplätze sind schön gelegen

 

Arvika selbst ein kleines Städtchen, wie es wohl typisch für das Värmland ist. Die Infrastruktur ist perfekt, mitten in der Stadt, direkt am See, sind sogar Wohnmobilstellplätze angelegt. Von Arvika aus führte unsere Route direkt nach Lom in Norwegen. Die Entfernung betrug etwa 430km, die in etwa 7 Stunden zurückgelegt wurde. Kurz vor Lillehammer wurde die Fahrt auch landschaftlich sehenswert, ab Lillehammer folgten wir hauptsächlich der Hauptroute E6.

 

Rastplatz
Beste Rastplätze abseits der Hauptroute

 

Der Campingplatz in Lom wurde für zwei Tage unser Basislager für Ausflüge in das Sognefjell. Der Platz selbst ist auf zwei Ebenen angelegt und die Einrichtungen und leider nicht auf dem Level besserer Plätze. Auch auf diesem Platz benötigten wir einen Adapter für den Landstrom, den wir leider nicht dabei hatten. Dank unserer Bordbatterie konnten wir dennoch die zwei Tage autark verbringen.

Das Sognefjell ist ein Hochgebirge auf dessen Hochebene eine Straße (55)

entlang führt. Die Aussicht auf die schneebedeckten Berge und den Gletscher sind fantastisch, aber das Wetter war leider nicht sonderlich gut und der Aufenthalt bei ca. 4°C auch nicht besonders gemütlich. Obwohl diese Straße nicht für Gespanne empfohlen wird, haben wir dennoch einige davon auf der Strecke entdeckt. Wohnmobile sind dafür umso zahlreicher anzutreffen und so haben wir uns bisweilen gefragt, ab welcher Anzahl Campingfahrzeuge das Ziehen einer Nummer, zur Regelung des Verkehrs, sinnvoll wäre.

 


 

Von Lom aus sollte ebenfalls der Besuch des Geiranger Fjordes erfolgen, auf dem Weg dorthin, entdeckten wir jedoch den Campingplatz Dönfoss, der direkt an einem wilden Fluss gelegen ist. Kurze Hand zogen wir auf diesen sehr sauberen und hübsch angelegten Campingplatz, der uns zudem mit einem Adapter für den Landstrom versorgte.

So erfolgte der Besuch des Geiranger Fjordes von Dönfoss aus, das ca. 60km entfernt liegt. Zum Geiranger Fjord gibt es wenig zu berichten; wem diese Art Urlaubsziel gefällt, wird sich sicherlich auch mit dem Trubel und den Abgasen der Schiffe anfreunden können. Wir konnten es nicht, dennoch gefiel uns die Landschaft drumherum sehr gut.
Auf dem Pass dorthin begegneten uns zahlreiche Wohnmobile und Busse, aber auch Gespanne haben wir auf dem Weg entdecken können. Respekt.
Der Aussichtspunkt „Dalsnibba“ war leider im Nebel verschwunden, daher ersparten wir uns den Besuch und damit auch die 130Kr. für die Auffahrt.

 

 

Die herrliche Natur um den Platz Dönfoss herum (sie heißt Otterdalen) verleitete uns zum Bleiben und zu einem Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark Breheimen.
Geiranger sollte der höchste Punkt unserer Reise werden, das nächste Ziel hieß Röyse, welches am Tyrifjorden kurz vor Oslo gelegen ist. Die Strecke von 320km erfolgte über die mit dem Gespann gut zu befahrende R51, welche uns fantastische Panoramen bot.Leider wählten wir statt der Hauproute die Nebenstrecke R245, die  in einem üblen Zustand ist und sowohl Material als auch Besatzung auf eine harte Probe stellte.

 

Höhenstrasse
Die R51 liegt auf über 1300 Meter Höhe und bietet fantastische Panoramen

 

In Röyse übernachteten wir auf dem, uns bereits bekannten, Campingplatz Onsakervika, der erst kürzlich modernisiert wurde. Zum Glück gibt es auf dem Platz CEE-Steckdosen, daher wird auf dem Platz kein Adapter benötigt.
Durch das heftige Gerüttel hatte sich an der Elektrik unserer Stella ein Anschluss gelöst, der die gesamte Stromversorgung still legte. Ein Anruf bei Lunar Service in Hamburg brachte den entscheidenen Hinweis und so konnten wir den Defekt schnell lokalisieren und beheben.

In der Nacht regnete es stark und das Wasser konnte auf den Stellplätzen nur unzureichend ablaufen. Kurze Hand zogen wir den Wohni mit dem Yeti auf den Schotterweg und frühstückten auf diesem gemütlich bis zur Abfahrt.
Ein kleines Hindernis baute sich jedoch noch auf der Zufahrtstraße zum CP auf, denn diese geht sehr steil ca. 500m hoch und ist weder asphaltiert, noch wirklich griffig. Doch einmal mehr bewiesen der Allradantrieb die Nokien Weatherproof Reifen ihre Qualitäten und sorgten für ordentlich Grip am Hang. Klasse Sache.

 

Stellplatz mit Tücken
Allrad und die guten Nokian Weatherproof halfen in dieser Situation maßgeblich

 

Oslo kannten wir bereits, daher viel uns die Entscheidung nicht schwer, die Stadt nicht ein weiteres mal anzufahren.
Daher heiß das nächste Ziel Grebbestad (Link Google Maps), dass kurz vor dem berühmten Fjellbacka liegt. Grebbestad ist ein kleiner Küstenort in den Westschären Schwedens das dank der vielen hübschen Häuser richtig gemütlich wirkt. Die Temperaturen waren deutlich höher als in Norwegen, daher trafen wir wohl auch so viele norwegischen Camper auf dem CP. Der CP liegt direkt an der Stadt und kostete lediglich (in Schweden war bereits Nachsaison) 290Kr. pro Tag.

 

 

Von Grebbestad ging es Richtung Dänemark, den Weg dorthin unterbrachen wir für eine Nacht auf den sehr schönem Campingplatz Haverdal, der etwa 13Km von der Autobahn E6 entfernt liegt. Der Platz liegt etwa 600m von der Küste entfernt und kostete lediglich 290Kr. für einen Komfortstellplatz. Die Gegend entspricht unseren Vorstellungen von Schweden, daher gefiel es uns dort sehr gut.

 

Küste in Südschweden
Der Campingplatz in Haverdal ist unweit einer schönen Küste gelegen

 

Von Haverdal aus starteten wir zum letzten Ziel der Reise, bevor es wieder nach Hause ging, den Möns Klinten in Dänemark. Diese liegen auf Seeland und sind eine Kreidestein-Steilküste im Osten der Insel. Dänemark erreichten wir übrigens mit der Fähre von  Helsingborg nach Helsingör, welche nur etwa 20 Minuten zum Übersetzen benötigt. Zusammen mit dem Ticket für die Fähre nach Fehmarn, kostete dies 240€ für das Gespann.

 

Campingplatz Mönsklint
Camping Möns Klint

 

Basislager für die Wanderungen an den Klippen war der Campingplatz Möns Klint, der sportliche 63€ pro Nacht kostete.
Vom Platz aus lassen sich die Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen, es sind lediglich drei Kilometer Entfernung zu überwinden. Mehr Überwindung dagegen kostete der Ab- bzw. Aufstieg zum „Strand“ unterhalb der Klippen, denn dieser ist recht steil und daher beschwerlich. Egal, wenn man schon einmal dort ist, dann muß das eben sein.

 

Klinten
Die Kreidesteinfelsen an der Küste der Insel Mön

 

Nach zwei Tagen an den Klippen verließen wir den Campingplatz und mit der Fährüberfahrt auch Dänemark. Die gesamte Tour von ca. 3800km wurde in 15 Tagen gefahren, den größten Teil fuhren wir davon mit dem Gespann auf breiten Hauptrouten. Wir hielten es für angenehmer den Wohnwagen auf einem Campingplatz abzustellen und von diesen aus Ausflüge zu unternehmen. Die meisten Strecken waren problemlos zu fahren, auch viele Nebenstrecken sind durchaus mit einem Gespann oder Wohnmobil zu befahren. Engstellen auf den Nebenstrecken müssen halt mit gebotener Vorsicht befahren werden, soll das Material keinen Schaden nehmen. Leider sehen das nicht alle Verkehrsteilnehmer so, denn ein ausgewachsenes Wohnmobil wurde uns im Nebel der Berge fast zu Verhängnis, weil der Fahrer eine Engstelle ohne Geschwindigkeitsreduzierung passierte!

 


Links

Norwegische Tourismus Website

Schwedische Tourismus Website

Dänische Tourismus Website

Dänische Campingplätze

Schwedische Campingplätze

Schweden Reisen auf Youtube von “Camping SE”

Norwegische Campingplätze

Empfehlenswerte Website zur Wettervorhersage in Skandinavien

(auch als App erhältlich iOS)